INTERKULTURELLE AKADEMIE AUGSBURG
DIALOG PARTIZIPATION INKLUSION

Orient und Okzident VII

Einleitung zu Orient und Okzident VII
Islam im Wandel, Islam in Europa, aktuelle Lage im Nahen Osten

Die öffentlichen Diskussionen um die vielkulturelle Gesellschaft, um die „Integration des Islam“ und die mediale Darstellung der Verhältnisse im Nahen Osten, der Türkei, Ägyptens, Syriens, Libyens und anderen muslimisch geprägten Gesellschaften wird insbesondere nach der Sarrazin-Diskussion weiterhin zunehmend von Polemiken, Bedrohungsszenarien, Terrorängsten und einem Denken in den Gegensätzen „Christliches Abendland gegen muslimisches Morgenland“ und mangelnder Kenntnis der historischen, ethnologischen, kulturellen und aktuellen politischen Hintergründe und Zusammenhänge geprägt. Die aktuellen arabischen Revolutionen belegen eindrücklich den Wandel im Nahen Osten und den Versuch der Demokratisierung in Ländern, denen man bislang freiheitliche Bewegungen und Dynamiken nicht zugestehen wollte. Gewisse positive Paradigmenwechsel sind bei der Beurteilung der Lage im Nahen Osten, aber auch bei der Beurteilung von Heterogenität und der Einbürgerung des Islams in Deutschland zu vermerken. Diesen neuen Entwicklungen und den damit verbundenen Perspektiven möchte sich die 7. Ausgabe der Reihe „Orient und Okzident“ der Interkulturellen Akademie und der vhs Augsburg zuwenden.
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Terminübersicht Orient und Okzident Teil VII

07. Februar 2012, 19.30 Uhr

Integrationsunwillige Muslime?

Prof. Dr. Ahmet Toprak, Professor für Erziehungs-wissenschaften an der Dortmunder Fachhochschule

In der aktuellen Debatte um die „Integrationsunwilligkeit der Muslime“, zuletzt angeheizt von Thilo Sarrazin, wurde die Perspektive der „Integrationsunwilligen“ bisher wenig berücksichtigt. Ahmet Toprak interviewte daher Personen mit Migrationshintergrund, um ihre tatsächliche Einstellung zu brisanten Themen wie Ehre, Kopftuch, Zwangsheirat und ... [weiterlesen]
28. Februar 2012, 19.30 Uhr

Muslime in Deutschland – Dialog oder Konflikt?

Bekir Alboga M.A., Islamwissenschaftler, Imam, Dialogbeauftragter von DITIB

Muslime führen in Deutschland ein friedliches Zusammenleben. Konflikte suchen sie nicht. Im Rahmen der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit versuchen sie ihre Religion zu praktizieren. Menschen, die Muslime nicht kennen oder sich nur über die Medien über sie informieren, fassen den Versuch der Muslime, im Rahmen der Religionsfreiheit ihr ... [weiterlesen]
08. März 2012, 19.30 Uhr

Warum haben wir Angst vorm schwarzen Mann? Islam in Europa

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD)

Das Bild, das hierzulande über den Islam und muslimische Mitbürger herrscht, ist  von durch Medien verursachte Vorurteile geprägt. In der Öffentlichkeit sollte mehr über die Beispiele gelungener Integration und friedlichem Zusammenleben berichtet werden. Der Westen muss sich daran erinnern, dass der Islam eine lange Geschichte in Europa hat: ... [weiterlesen]
20. März 2012, 19.30 Uhr

Islamische Studien und Imamausbildung in Deutschland

Prof. Dr. Rauf Ceylan, Professor für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Islamische Religionspädagogik an der Universität Osnabrück

Herr Prof. Dr. Rauf Ceylan berichtet über den Sachstand der Einrichtung „Islamischer Studien“ und der Imamausbildung an der Universität Münster/Osnabrück.

Über Zentren für Islamische Studien in Deutschland schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung:
„In Deutschland leben etwa vier Millionen Muslime. Sie bilden ... [weiterlesen]
24. April 2012, 19.30 Uhr

Der Umbruch in der arabischen Welt im Spiegel der christlichen Minderheiten

Prof. Martin Tamcke, Spezialist für die christlichen Kulturen des Mittleren Orients, lehrt an der Georg-August-Universität zu Göttingen

Seit Monaten beobachtet die Welt den Umbruch in den Ländern des Vorderen Orients. In der Opposition fanden sich unterschiedlichste Kräfte zusammen, die inhaltlich zuweilen einander entgege­ngesetzte Ziele verfolgen. In dem Vortrag soll es darum gehen, einige Hauptlinien der Diskussionen in den christlichen Bevölkerungsgruppen vorzuführen und deren ... [weiterlesen]
03. Mai 2012, 19.30 Uhr

Die arabischen Revolutionen und die EU-Politik

Dr. Isabel Schäfer, Politikwissenschaftlerin, Senior Research Fellow für Internationale Beziehungen und Mittelmeer-Studien an der Humboldt-Universität zu Berlin

Seit Jahren bemühen sich die EU und die EU-Mitgliedstaaten, über zahlreiche Förderprogramme und Projekte politische und soziale Reformprozesse in verschiedenen arabischen Ländern anzustoßen bzw. zu unterstützen. Als Anfang 2011 die friedlichen Revolutionen in Tunesien und in Ägypten für mehr Freiheit und Würde ausbrachen, reagierten viele ... [weiterlesen]