INTERKULTURELLE AKADEMIE AUGSBURG
DIALOG PARTIZIPATION INKLUSION
Die Sponsoren der Interkultuellen Akademie Augsburg

DEN ÜBERGANG ERFOLGREICH GESTALTEN

Interkulturelle Bildung und Erziehung
im Kindergarten und in der Grundschule

Fortbildung für Fachkräfte im Elementar- und Primarbereich
in Augsburg

Tagung Sommer 2006 Die deutsche Gesellschaft ist insbesondere in den Großstädten durch eine kulturelle, religiöse und sprachliche Pluralität gekennzeichnet. Eine Stadt wie Augsburg bildet keine Ausnahme – die Heterogenität der Lebensformen ist auch hier zur Normalform geworden. Mittlerweile hat ein gutes Drittel der Kinder, die in Deutschland geboren werden, einen Migrationshintergrund. An den Grundschulen mancher Großstadtquartiere bilden Migrantenschüler über zwei Drittel der Schülerschaft. In Augsburg hat jeder zweite Grundschüler einen Migrationshintergrund und in den Kindergärten ist die Anzahl der muslimischen Kinder größer als die der evangelischen.
Gerade in Zeiten eines sich abzeichnenden demografischen Wandels kann die kulturelle, religiöse und sprachliche Pluralität zu einem wichtigen zukünftigen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlich-ökonomischen Potenzial werden, wenn man sie als Ressource bewertet und rechtzeitig in sie investiert. Viele klassische Einwanderungsländer wie Kanada, Australien oder Neuseeland demonstrieren dies seit Jahrzehnten erfolgreich. Einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Wege zu einem erfolgreichen Zusammenleben in der Vielfalt, ist die entsprechende Ausrichtung der Bildungsinstitutionen auf die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen und die Professionalisierung des pädagogischen Personals in den einschlägigen Themengebieten der „Interkulturellen Pädagogik“, wie interkulturelles und interreligiöses Lehren und Lernen, Umgang mit sprachlicher Vielfalt sowie der Entwicklung von Sprachförderkonzepten.

Die Interkulturelle Akademie Augsburg nimmt sich mit der geplanten Fortbildung “Interkulturelle Bildung und Erziehung im Kindergarten und in der Grundschule” dieser wichtigen Aufgabe an und möchte Augsburger Elementar- und PrimarpädagogInnen in den genannten Themengebieten professionalisieren, gemäß ihrer Haltung, dass das friedliche und demokratische Zusammenleben zuerst mit den Kleinsten zu erarbeiten und umzusetzen ist.

Eine Veranstaltung der Interkulturellen Akademie Augsburg in Kooperation mit: Sozialreferat und Bildungsreferat der Stadt Augsburg, Staatliches Schulamt in der Stadt Augsburg, Kompetenzzentrum Familie, Kompetenzzentrum Integration,
Evangelische und Katholische Kindertageseinrichtungen in Augsburg.

Tagungsprogramm:

„Interkulturelles Leben und Lernen in sozial benachteiligten Quartieren – Beispiele gelungener interkultureller Bildung in Berlin-Neukölln“
Dr. Dorothea Kolland
Leiterin des Kulturamtes Neukölln, Berlin
Diskussionsrunde:
„Den Übergang erfolgreich gestalten – Interkulturelle Bildung und Erziehung im Kindergarten und in der Grundschule in Augsburg“

Workshop Themenbereich 1
Institutionelle Rahmenbedingungen für interkulturelle Erziehung

„Interkulturelle Erziehung in den Bildungsplänen im Elementar- und Primarbereich“
Gabriele Kühn

„Interkulturelle Erziehungs- und Sprachförderkonzepte im Elementarbereich IKO - Ergebnisse einer aktuellen Studie“
Michaela Hopf
Lehrstuhl Prof. Dr. Herwartz-Emden, Uni Augsburg

„Eine Stadt für alle – Augsburger Integrationsansätze“
Sabine Nölke-Schaufler
Geschäftsleitung des Kompetenzzentrums Integration,
Ansprechpartnerin für das Bündnis für Augsburg.

Workshop Themenbereich 2
Interreligiöses Lernen als Teil interkultureller Bildung

„Interreligiöses Lernen ist mehr als „Weihnachten” und „Opferfest” feiern“
Reinhard Fischer
Islamwissenschaftler, Quartiersmanagement Berlin-Wedding
Interreligiöses Lernen in Augsburger Kitas und Grundschulen

„Gemeinsam geht’s besser” Vortrag über ein multikulturelles Projekt
Marlies Schaumlöffel-Brodte
Ev. Kindergarten St. Johannes

„Interreligiöses Leben und Lernen im Katholischen Kindergarten
„Unsere liebe Frau””

Liane Fischer
(Leiterin des Kindergartens)

„Ein interreligiöses Projekt in der Grundschule“
Hülya Okutan
Lehrerin an der Luitpold-Volksschule

Workshop Themenbereich 3
Sprachliche Vielfalt und Sprachförderung als Teil interkulturellen Lernens

„Wie Kinder Sprache lernen.“ Effektive Wege für den Spracherwerb
Petra Hölscher
Institutsrektorin, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München

„Wie gut können Sprachfördermaterialien sein?“
Dr. Sonja Reiß-Held
Universität Augsburg, Didaktik des Deutschen als Zweitsprache
Sprachförderprojekte in Augsburg

„Das Stadtteilmütterkonzept”
Hamdiye Cakmak
Projektleiterin im Augsburger Kinderschutzbund