INTERKULTURELLE AKADEMIE AUGSBURG
DIALOG PARTIZIPATION INKLUSION
Die Sponsoren der Interkultuellen Akademie Augsburg
VIELKULTURELLE STADT
BISHERIGE VERANSTALTUNGEN
ZUKUNFTSCHANCE ODER KRISENHERD? TEIL VKunst und Kultur, Migration, Diversity und neuer Kosmopolitismus SYMPOSION KREATIVE STADT IForum für die Zukunft der Pop- und Jugendkultur in Augsburg MODERNE MOSCHEEBAUTEN IN DER INTERKULTURELLEN STADTAusstellung und Öffentliches Symposium ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL IV
Vortrag: Migration, Integration, Bildung: Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg
ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL IV
Tagung: Jugendszenen (Hip Hop) zwischen Ausgrenzung und Partizipation oder: Wie verändern (migrantische) Jugendkulturen, Transnationalisierung und kulturelle Globalisierung unsere Gesellschaft?
ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL III
Kompetenz in Szenen –
Jugendkulturen remixed

Jugendszenen, kulturelle Jugendarbeit und interkulturelle Bildung
ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL III
Lernen in Szenen – Jugendkultur Live
Streetdance/HipHop, Rap/PoetrySlam, DJing/Digitale Musikproduktion, Graffiti, Videodokumentation, Comedy/Clown
ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL III
(Inter)Kulturelle Bildung und Jugendszenen als Herausforderung für den Kulturbetrieb und die offene Jugendarbeit in der heterogenen Stadt
ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL II
Machotum, Ehre, Kopftuchzwang und Zwangsverheiratung?
Geschlechterrollen bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund
ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL II
Jugendkulturen – Culture on the RoadStreetArtWorkshops
Kulturelle Vielfalt und Skating, HipHop/Rap, Elektro/Techno, Girl Power
ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL II
Jugendliche Alltagskulturen und Quartierszenen zwischen Ausgrenzung und Integration
ZUKUNFTSCHANCE
ODER KRISENHERD? TEIL I
Kulturelle Vielfalt und Parallelgesellschaft – die jugendkulturelle Identitätsdebatte und der Genderdiskurs in der vielkulturellen Stadt

ZUKUNFTSCHANCE ODER KRISENHERD?
TEIL III

(Inter)Kulturelle Bildung und Jugendszenen als Herausforderung für den Kulturbetrieb und die offene Jugendarbeit in der heterogenen Stadt
Tagung Herbst 2007 In ihrem 3. Teil setzt sich die Reihe: „Die vielkulturelle Stadt“ mit dem demografischen Wandel als einer Herausforderung für die kulturelle Bildung, die Einrichtungen der Jugendhilfe und den Kulturbetrieb auseinander. In diesem Zusammenhang fordert z.B. der Nationale Integrationsplan der Bundesregierung: „Kulturelle Bildung ist ein Schlüsselfaktor der Integration, sie öffnet den Zugang zu Kunst und Kultur und damit zum gesellschaftlichen Leben. Zielgruppe sind in erster Linie Kinder und Jugendliche. Alle Institutionen und politischen Ebenen sind hier gefordert, Fragen der Integration vermehrt in ihre Förderpraxis einzubeziehen und eigene Projekte zu entwickeln“.
Gleichzeitig hat sich eine nahezu unüberschaubare Vielzahl von Jugendszenen herausgebildet, die stetig an Bedeutung gewinnen. Szenen werden für immer mehr Jugendliche zu Orten, an denen sie Identität suchen und finden. Darüber hinaus entwickeln Jugendliche in Szenen Kompetenzen, die sie auch über Szenezusammenhänge hinaus nutzbringend einsetzen (können) – z.B. im außerszenischen Alltag, in der Schule oder im Beruf. In einer neuen Allianz zwischen Kultur, Bildung und Sozialem sollen der soziale Ausschluss und die kulturelle Exklusion von benachteiligten Kindern und Jugendlichen durch Partnerschaften zwischen den Kultureinrichtungen, den Bildungsinstitutionen und den Organisationen der Jugendhilfe kompensiert werden. Vor dem Hintergrund eines erweiterten Kulturbegriffs und der Anerkennung des Stellenwerts von Jugendszenen als Bildungsorten ergeben sich für die Jugendkulturarbeit völlig neue Ansätze im Umgang mit Jugendkulturen in der heterogenen Gesellschaft.

Die Fachtagung bietet einen Einstieg in den aktuellen Diskurs zum Thema (Inter)Kulturelle Bildung und Jugendszenen in der vielkulturellen Gesellschaft und vermittelt Kenntnisse zu konkreten Konzepten und Beispielen von „best practice“ der „neuen Allianz“ zwischen Kultur, Bildung und Sozialem. Eingeladen sind StudentInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen, VertreterInnen der Kulturinstitutionen, der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, freie KünstlerInnen, KunstvermittlerInnen, Theater- und MusikpädagogInnen, sowie Gäste aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und dem Stiftungsbereich.
Augsburg ist eine multiethnische Großstadt. Über 30% der BewohnerInnen haben einen Migrationshintergrund und einzelne städtische Quartiere zeigen Ausprägungen so genannter „parallelgesellschaftlicher“ Entwicklungstrends. In Augsburg führte die Wahrnehmung dieser Wirklichkeiten in den letzten Jahren zu vielfältigen Reaktionen und Resultaten. Geprägt ist die augenblickliche stadtgesellschaftliche Situation durch ein (fragiles) Gleichgewicht der „friedlichen Koexistenz“ mit sehr unterschiedlichen Ausformungen in den einzelnen Quartieren der Stadt. Vor diesem Hintergrund möchte die Fachtagung praktische Forschungsberichte und themenorientierte Lösungsansätze im Kontext der Augsburger Wirklichkeit diskutieren, die als Bausteine einer zukünftigen „Grammatik des Zusammenlebens“ eine wichtige Rolle spielen könnten.

Veranstalter: Interkulturelle Akademie, Stadtjugendring Augsburg,
Universität Augsburg, Lehrstuhl für Europäische Ethnologie, Kulturpark West

Die Tagung ist stark praxisorientiert und richtet sich nicht nur an wissenschaftliches Fachpublikum und Studierende, sondern ausdrücklich an alle in der praktischen (inter)kulturellen Arbeit Tätigen oder an ihr Interessierten.

Tagungsprogramm:

„Unterwegs in Szenen – Neue Gemeinschaftsformen in der Gegenwartsgesellschaft“
Prof. Dr. Ronald Hitzler
Universität Dortmund

„Älter – weniger – bunter“
Folgen des demographischen Wandels für die Kulturpolitik

Dr. Albrecht Göschel
Sozialwissenschaftler Berlin

Podiumsdiskussion: „Verdrängung oder Öffnung“
Reagieren die Kulturinstitutionen, die Schule und die Einrichtungen der Jugendhilfe auf den gesellschaftlichen Wandel?“

„Jugendszenen als Lernorte“
Prof. Dr. Michaela Pfadenhauer
Universität Karlsruhe

„Von Widerstandskulturen und Fluchtlinien –
Über den (Un-) Sinn von modernen Jugendkulturen“

Dr. Jörg Hagedorn
Universität Augsburg

„Unterwegs in den Szenen von Augsburg“
Lehrstuhl für Europäische Ethnologie Augsburg

„Offensive Kulturelle Bildung: Partnerschaften zwischen Kultur, Bildung und Jugendhilfe als Strukturen kultureller Bildung“
Barbara Meyer, Nils Steinkrauss, Kulturelle Bildung, Kulturprojekte Berlin GmbH

„Konkrete Projekte aus Augsburg“
Matthias Garte
Sozialraumplanung Augsburg

„Kunst, Kulturelle Bildung und soziale Inklusion“
Ulrich Hardt
JugendKunst- und Kulturzentrum Schlesische 27, Berlin

„Konkurrenz belebt das Geschäft!? oder: Gemeinsam sind wir stärker!?“
Die Notwendigkeit kultureller Bildung ist erkannt – aber wer ist dafür zuständig? Die Notwendigkeit auf einem Konzept von Diversität aufbauender Jugendarbeit spricht sich auch herum – aber wer ist Akteur?
Dr. Dorothea Kolland
Leiterin des Kulturamts Neukölln, Berlin