Freitag, 3. April 2009, 19.30 Uhr
vhs Augsburg, Willy-Brandt-Platz 3a
Eintritt: 5,00 €
Integrative Islam-Interpretationen als Voraussetzung für die Integration des Islam in den modernen Rechtsstaat
Prof. Dr. Mathias Rohe
Richter am OLG a.D., Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Erlangen-Nürnberg, Vorsitzender der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht, Gründungsdirektor des
Zentrums für Islam und Recht in Europa an der
Universität Erlangen-Nürnberg
Nach Ansicht des Juristen und Islamwissenschaftlers Mathias Rohe ist es höchste Zeit für die hier lebende muslimische Bevölkerung, religiöse Grundlagen zu finden, die sich klar im Rahmen des säkularen Rechtsstaats bewegen. Die Herausbildung integrativer Islam-Interpretationen kann allerdings nur gelingen, wenn dafür auch die institutionellen Voraussetzungen geschaffen werden, wie die Einrichtung islamischen Religionsunterrichts und die Errichtung entsprechender Ausbildungsstätten für Religionslehrer und Imame. Das wird Geld und Energie kosten, ist aber alternativlos.
Prof. Dr. Mathias Rohe, geb. 1959 in Stuttgart; Studium der Rechts- und der Islamwissenschaften in Tübingen und Damaskus, Promotion 1993, Habilitation 1997; Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Juristischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg; im Nebenamt Richter am OLG Nürnberg; seit 2001 Vorsitzender der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht; zahlreiche Aufenthalte im Orient, Forschungsschwerpunkte Islam in Europa und gegenwärtige Entwicklungen im Islamischen Recht.