INTERKULTURELLE AKADEMIE AUGSBURG
DIALOG PARTIZIPATION INKLUSION
Die Sponsoren der Interkultuellen Akademie Augsburg
25. September 2008 Prof. Dr. Raoul Motika: Aleviten und Sunniten in der Türkei und in Deutschland – religiöse und kulturelle Differenz 7. Oktober 2008 Mark Chalîl Bodenstein: Muslime in Europa – (k)eine Migrationsgeschichte 22. Oktober 2008 Dr. Schirin Amir Moazami:
Logiken des Dialogs: Muslime im Spiegel der deutschen Integrationspolitik
28. Oktober 2008 PD Dr. Hans-Lukas Kieser: Türkei 1908-2008. Von der jungtürkischen Revolution zur EU-Kandidatur 11. November 2008 Prof. Dr. Udo Steinbach: Das orientalische Christentum – zwischen Verfolgung und Auswanderungsdruck 25. November 2008 Charlotte Wiedemann: Islam, Bürger und Zivilgesellschaft. Erfahrungen aus Sicht einer Journalistin – oder Islam und Medien: Für einen anderen Journalismus 9. Dezember 2008 Albrecht Metzger: Islamismus zwischen Gewalt und Demokratie Die vielen Gesichter des Islamismus 13. Januar 2008 Loay Mudhoon: Der europäisch-islamische Kulturdialog als wirksames Instrument der Konfliktprävention 20. Januar 2008 Julia Gerlach:
Zwischen Pop und Dschihad. Muslimische Jugendliche in Deutschland
3. Februar 2008 Prof’in Dr. Renate Kreile:
Politische Herrschaft, Geschlechterpolitik und Frauenmacht im Vorderen Orient
17. Februar 2008 Dr. Bekim Agai: Religion und Politik in der heutigen Türkei – Ein Überblick 9. März 2008 Dr. Katajun Amirpur:
Text und Kontext - Zur zeitgenössischen Koraninterpretation im Islam
24. März 2008 Dr. Ludwig Ammann:
Der Islam am Wendepunkt: Liberale und konservative Reformer einer Weltreligion
3. April 2008 Prof. Dr. Mathias Rohe:
Integrative Islam-Interpretationen als Voraussetzung für die Integration des Islam in den modernen Rechtsstaat
21. April 2008 Dr. Jörn Thielmann: Ein dunkles Feld: Konversionen zum und aus dem Islam
Dienstag, 11. November 2008, 19.30 Uhr
Mesopotamien Verein, Mendelssohnstr. 21
Eintritt: 5,00 €

Das orientalische Christentum –
zwischen Verfolgung und Auswanderungsdruck

Prof. Dr. Udo Steinbach
Islamwissenschaftler und Nahost- und
MittelostexperteZwischen der Minderheit der orientalischen Christen und der muslimischen Mehrheit hat es durch die Geschichte viele Formen der Symbiose gegeben. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert haben Christen wichtige Beiträge zur Modernisierung des Nahen Ostens geleistet. Seit dem Ersten Weltkrieg aber sind sie in die Mühlsteine der zahlreichen inneren und äußeren Krisen und Konflikte in der Region geraten. Eine in einigen Ländern dramatische Auswanderung war die Folge. Sie wiederholte sich zuletzt im Irak nach der Zerschlagung der Zentralgewalt. Wie kann ihr Verbleib in ihren traditionellen Heimatländern gesichert werden? Sollen Sie "vorübergehend“ – so der Bundesinnenminister – in Deutschland Aufnahme finden? Das Schicksal der orientalischen Christen hat seit langem begonnen, auch uns zu betreffen.

Prof. Dr. Udo Steinbach, geboren 1943 in Pethau/Zittau, Studium der Islamkunde (d.h. Studium der Sprachen, Geschichte, Religion sowie Kultur- und Literaturgeschichte des islamischen Raumes arabischer, persischer und türkischer Sprache) und Klassischen Philologie an den Universitäten Freiburg i.Br. und Basel 1965 bis 1970, Promotion zum Dr. phil 1970 bei Professor Dr. Hans-Robert Roemer, Freiburg i.Br., Titel der Arbeit: Dhat al-Himma – Kulturgeschichtliche Untersuchungen zu einem arabischen Volksroman (veröffentlicht Wiesbaden: Verlag Franz Steiner, 1973), 1971 bis 1974 Leiter des Nahostreferats bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP, Think-Tank der Bundesregierung) damals Ebenhausen bei München, Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle 1975, Direktor des Deutschen Orient Instituts, Hamburg 1976 bis 2006. Seit 1991 Honorarprofessor an der Universität Hamburg, Direktor des GIGA-Instituts für Nahoststudien 2007, Pensionierung zum 1.1.2008, gegenwärtig: Lehre am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien an der Philipps-Universität Marburg