INTERKULTURELLE AKADEMIE AUGSBURG
DIALOG PARTIZIPATION INKLUSION

ORIENT UND OKZIDENT TEIL V

Islam im Wandel, Islam in Europa,
Aktuelle Lage im Nahen Osten

Interkulturelle Veranstaltungsreihe

Moschee von Ralf Gerard

Die öffentliche Diskussion um die vielkulturelle Gesellschaft, um die „Integration des Islam in Europa“ und die mediale Darstellung der Verhältnisse im Nahen Osten, im Iran, der Türkei und anderen muslimisch geprägten Gesellschaften wird zunehmend von Bedrohungsszenarien, Terrorängsten und einem Denken in den Gegensätzen „Christliches Abendland gegen muslimisches Morgenland“ und mangelnder Kenntnis der historischen, ethnologischen und aktuellen politischen Hintergründe und Zusammenhänge geprägt.

Durch den Prozess der Globalisierung und die Anwesenheit von etwa 15 Millionen Muslimen in Europa, davon allein 4 Millionen in Deutschland, ist die Notwendigkeit des Orient-Okzident-Dialogs und des Verständnisses des „Anderen” sowie der Kenntnisse der Geschichte und der Entwicklung der Gemeinsamkeiten und der Konflikte zwischen Orient und Okzident, die Voraussetzung für den kompetenten Dialog sind, im Sinne von friedenssichernden innen- und außenpolitischen Massnahmen noch dringender geworden.

Die Auseinandersetzungen um Moscheebauten und die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts in Deutschland, die äußerst kontroverse Diskussion um den EU-Beitritt der Türkei, die aktuelle Lage in Iran, Afghanistan und im Irak, fundamentalistischer Terror und gegenseitige Feindbilder belegen dies sehr eindringlich.

Das Kulturhaus Kresslesmühle und der Mesopotamien Verein als Träger der Interkulturellen Akademie und die vhs Augsburg möchten mit dieser Reihe den kompetenten interkulturellen Dialog zwischen den Bürgern unterschiedlicher religiöser, kultureller, ethnischer Herkunft mit den entsprechenden Hintergrundinformationen in unserer heterogenen Gesellschaft befördern.

Gerade die vielkulturelle und multireligiöse Friedensstadt Augsburg steht in der Verpflichtung, die Rahmenbedingungen für das gleichberechtigte Miteinander des Unterschiedlichen durch Parität und Partizipation im Sinne der demokratischen Zivilgesellschaft zu entwickeln. Interkulturelle Bildung und das Wissen voneinander sind dafür die Voraussetzungen.

Mit Unterstützung des Kulturreferates der Stadt Augsburg, gefördert durch die Stadtsparkasse Augsburg und die Stiftung quid verum.