Ätzende Attacken auf die Eckpfeiler des Bayerntums garantieren Otto Göttler und Konstanze Kraus und gehen mit "Unverschämter Wirtshausmusik" auf CSU und Klerus los. Otto Göttler der, bayerische Barde mit dem Hang zur Unverfrorenheit, war lange Zeit Mitglied des „Diatonischen Jodelwahnsinns“ und kommt dieses Mal mit der virtuosen Harfinistin Konstanze Kraus. Beißende Kritik und juchzende Gaudi, Blödsinn und Gesellschaftskritik verbinden sich zu einer höchst explosiven Mischung und wirken zündend. Kraus und Göttler improvisieren nach Herzenslust und verstecken in der Volksmusik immer gerne Blues und Rap. Göttler wechselt vom Akkordeon zur Tuba, glänzt an der E-Ukulele und lässt die Säge singen. Wunderbar die Vielseitigkeit, mit der Kraus die Saiten ihrer Harfe bedient. Ein vergnüglicher, manchmal tiefgründiger, oft rebellischer und immer unterhaltsamer Abend.