Sie sind Sebastian 23 (*1979) und Lars Ruppel (*1985) und sie sind Erzfreunde. Ihre Auftritte sind stets ein exquisiter Crossover aus Slam, Kabarett, Trash und dem totalen Nonsens, der nicht nur die alten Wasserglaslesenden alt aussehen lässt. Es sind Pop-Happenings, die den Spagat auf die Seegründe der Poesie kapriziös schaffen. Gleichermassen Alltagsbewältigung wie Harpunenjagd in jenseitigen Sphären. Sie sind jung und haben jenste Preise abgeräumt, ob im Einzelkampf oder mit SMAAT, der ersten deutschen Poetry Slam-Band, deren neustes Werk „Die Brücken der Pferde“ im hiesigen Menschenversand-Verlag erschien. Sie sind Lemminge am Abgrund der Dummheit, die auf den rauen Wellen des Bodensees Jagd machen, nach dem seltsamen Knarzwal, dessen Geweih dereinst Prunk und Zierde der europäischen Fürstenhäuser war.