FESTIVAL DER 1000 TÖNE 2010
Sarband erzählen die Geschichte einer faszinierenden Annäherung zwischen Orient und Okzident. Es war eine große Liebe: Sultan Abdülaziz, einer der letzten Herrscher des Osmanischen Reiches, komponierte mit Leidenschaft wunderschöne Musik im europäischen Stil. Zur gleichen Zeit sahen westliche Künstler wie Maurice Ravel und Ernest Chausson im Osmanischen Reich vor allem das geheimnisvoll „Orientalische“, die imaginäre Landschaft, voll von dunklen Sehnsüchten und übertrafen sich gegenseitig mit immer neuen Exotismen. Die osmanische Türkei sah sich politisch und kulturell als Teil der europäischen Allianz, gleichzeitig wurde der Orient für europäische Künstler und Literaten zunehmend zu einem Reservoir ungestillter Sehnsüchte, dunkler Triebe und ausschweifender Fantasien, die in Europa tabu waren.