W. A. Mozart war nicht nur ein musikalisches Genie, er war auch Zeit seines Leben ein äußerst produktiver Briefeschreiber. Unter anderem unterhielt er einen regen Briefwechsel mit seiner Cousine Maria Anna Thekla Mozart. Der 22-jährige ließ seiner Fantasie dabei freien Lauf, reimte ungehemmt, schrieb spiegelverkehrt und unterzeichnete schon mal mit dem kuriosen Namen "der alte junge Sauschwanz, Wolfgang Amadé Rosenkranz". Seine Bäsle-Briefe strotzten vor respektlosem Witz, Verbalerotik und Fäkalwörtern. Die neueste Mozartforschung deutet die Briefe nicht als Beleg einer Liaison, sondern als puren und mitunter äußerst derben Schabernack. Christoph Well, Trompeter der Biermösl Blosn, liest Mozarts unterhaltsam-postalische Schelmereien mit trockenem Humor, dazwischen interpretieren seine KammermusikerInnen wunderbare Mozartstücke.
Eintritt: 15,–/10,– € ermäßigt
Karten: Kulturamt der Stadt Augsburg, Tel. 0821 / 324-3251 und
Kulturhaus Kresslesmühle, Tel. 0821 / 36215