Sulaiman Masomi - "kunterbunt & farbenblind"

Samstag, 13. Februar 2021
Beginn: 20:00 h
Eintritt: 16,00 € Ermäßigung verfügbar
Veranstaltungsort: Kulturhaus Kresslesmühle
Wissen Sie, warum die Menschen auf den alten Schwarz-Weiß-Fotos immer so ernst guckten? Nein? Nicht schlimm, denn Sulaiman Masomis neues Programm „kunterbunt & farbenblind“ beantwortet diese und andere noch nie gestellte Fragen.
Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie man als Ausländer eine Wohnung bekommt, ob man als Künstler mehr Sex hat und warum Farbenblindheit eigentlich eine gute Sache sein kann, dann sind Sie bei ihm gut aufgehoben.
Mit einer kunterbunten Mischung aus Slam Poetry, Musik, Comedy und Kabarett wandelt das preisgekrönte Multitalent Masomi zwischen allen Genres und lässt sich mit seiner stets humoristisch-feinsinnigen Art nicht in irgendeine Schublade packen.
Dabei widmet sich der studierte Literaturwissenschaftler allen Aspekten der menschlichen Psyche und des alltäglichen Zusammenlebens in einer multikulturellen Welt.
Masomi malt Bilder und sein drittes Programm „kunterbunt & farbenblind“ ist sein neuestes Werk, in dem jedes Wort zum Pinselstrich eines facettenreichen Gemäldes wird.
Ein Bild, das Sie staunen und schenkelklopfend lachen lässt, um sich direkt danach daran zu verschlucken.

Pressestimmen:
„Den Mindener Stichling 2020 für Solisten erhält der afghanisch-deutsche Autor und Poetry-Slammer Sulaiman Masomi. Er beginnt seine Auftritte regelmäßig mit dem Satz „Keine Angst ich kann Deutsch“ und erntet damit einen Lacher, weil sich das Publikum in seiner rassistischen Haltung ertappt fühlt. Mit gewaltigem Wortwitz überzeugt er sein Publikum, er kann aufklären ohne belehrend zu sein. Seine Geschichten, die er mit angenehmer, warmer, ruhiger Stimme erzählt, sind hintergründig und verrückt. Masomi ist ein phantasiereicher Fabulierer, der auf den Lesebühnen im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs ist. Nach seinem Bucherfolg „Ein Kanake sieht rot“reiste er mit dem Goethe-Institut unter anderem nach Amerika und Israel. Sulaiman Masomi weckt in jedem von uns das Verständnis für den anderen. Das ist große Kunst“
(Begründung Jury Mindener Stichling 2020)
"Im Gegensatz zu manchen anderen Vertretern seiner Zunft ist Masomi nicht ständig auf Pointenjagd, ebenso wenig reiht er eine Absurdität an die nächste, um auch garantiert lautes Gelächter zu ernten. Er will vielmehr, dass sein Publikum nachdenkt. Über Alltagsrassismus, über alternative Wahrheiten, über das unmerkliche Erodieren der Freiheit im Namen der Sicherheit" (Thomas Kölsch, Bonner General Anzeiger)
„Masomi jongliert mit all jenen Ängsten, Klischees und Vorurteilen, die sich um Migration, um Islam oder Islamismus ranken (…) Seine Botschaft ist glasklar und er gießt sie in Texte, die mal urkomisch, mal schmerzhaft ernst daherkommen. Raffiniert führt er zur zündenden Pointe oder tief hinein ins Absurde spießbürgerlicher Befindlichkeiten. Er beherrscht die feine Ironie ebenso wie den brachialen Kalauer (…) Masomi ist eine Bereicherung fürs Kabarett.“ (Allgemeine Zeitung Mainz)
"Seine Geschichten wirken unterhaltsam und harmlos, aber Vorsicht. Seine Botschaften mit Tiefgang und feiner Satire kommen nicht mit dem Holzhammer, sondern entfalten ihre Wirkung zeitverzögert - leise, unaufdringlich und subtil (...). Sein neues Programm Morgen - Land vereint - schon im Titel - Herkunft und Zukunft und will seinem Zuhörer den Spiegel vorhalten. Eindringlich setzt er sich mit Vorurteilen aller Art auseinander und mit den Ängsten, die daraus entstehen. Selten wird er dabei bissig, wählt lieber die feine Klinge des geschliffenen Wortes und des hintersinningen Humors (...). Ob er nun Geschichten frei vorträgt oder aus seinem Buch vorliest - Masomi ist ein geübter Erzähler mit wohlklingender Stimme. (...). Seine oft lyrischen Texte sind wohlüberlegt, seine Pointen auf den Punkt gesetzt. Er hat das Potenzial zur humoristischen Karriere auch vor größerem und TV Publikum (...)" (Wolfhard Petzold, Westdeutsche Zeitung)
"Es war ein richtig guter Abend, an dessen Ende ein sowohl Jury als auch Publikum überzeugender, hoffnungsfroh stimmender Sprachkünstler das große Siegerbeil in den Händen hielt (…) Masomis verbale Dramatisierung deutscher Grammatikbegriffe gefällt nicht nur den pensionierten Oberstudienräten im Publikum. Was er kann, sollte man AfD-Wählern täglich dreimal vorspielen, als Medizin gegen Fremdenfeindlichkeit. Denn lachen entspannt, und dann würden sie erkennen, dass Integration gelingen kann und eine Bereicherung ist (…) Das oftmals schon totgesagte Kabarett zeigt sich an diesem Abend lebendiger und vielfältiger denn je. Es hält sich eher fern von Politik, aber konfrontiert mit Lebenswirklichkeiten in einer pluralistischen Gesellschaft. (Sabine Buchwald, Süddeutsche Zeitung über die Verleihung des Passauer Scharfrichterbeils)